Profilierung – ein klassischer Demotivations-Faktor

Du willst deine Mitarbeiter oder Kollegen so richtig demotivieren, weißt aber vielleicht gar nicht wie das geht?

Gut, dass du meinen Beitrag gefunden hast, denn ich gebe exklusive Tipps und Tricks, wie es ganz schnell gelingt, auch dem noch so motiviertesten Mitarbeiter/Kollegen, die gesamte Energie und seinen Leistungswillen zu rauben.

Mit meinen Tipps schaffst du es garantiert und innerhalb von wenigen Sekunden, die Demotivation deiner Mitarbeiter/Kollegen aufleben zu lassen. Ganz geübte Demotivationsgurus unter euch wird es sicher auch nicht schwer fallen, die Tipps im privaten Umfeld anzuwenden. Überrasche doch deinen Partner oder deine Freunde mit einer schönen Portion Demotivation – garantiert unvergesslich!!

Also aufgepasst hier kommt einer der größten und auch schwerwiegendsten Demotivations-Tipps:

 

Profiliere dich auf Kosten deiner Mitarbeiter/Kollegen

Auch wenn dieser Tipp sehr einfach klingt, kann er ganz schön harte Arbeit verursachen. Zuerst muss man über fähige Mitarbeiter verfügen, sonst kann man ja keine Erfolge klauen. Dann muss es Gelegenheiten geben, in denen sowohl du als auch dein Mitarbeiter vor Publikum seid UND ihr über das Thema sprechen könnt. Denn einen Erfolg stehlen und dann nur im stillen Kämmerlein darüber zu erzählen, bringt nur den halben Demotivations-Effekt.

Also such dir eine Möglichkeit, beispielsweise die Weihnachtsfeier, eine Jahresabschlussfeier oder den runden Geburtstag deines (bald) beklauten Kollegens. Dann musst du das Gespräch oder die Rede geschickt auf das Thema lenken, damit das Ganze nicht plump wirkt. Anschließend bereichere dich so richtig mit dem Ruhm deines Mitarbeiters. Spare dabei auch nicht mit generellem Selbstlob. Setze dem ganzen das i-Tüpfelchen auf, in dem du den Mitarbeiter, mit einem kleinen Seitenhieb, vor der versammelten Mannschaft blamierst. HERRLICH!! Da kannst du binnen weniger Augenblicken nicht nur einen wunderbaren Gesichtsausdruck beobachten, sondern du kannst das Demotivations-Barometer förmlich in die Höhe schnallen sehen. Alleine der Gedanke an so einen erlesenen und außergewöhnlichen Anlass, lässt mich vor Freude zittern. So eine Gelegenheit darf nicht ungenutzt bleiben.

Eine öffentliche Profilierung auf Kosten von jemand anderem, bringt nicht nur in der Demotivation dieses einen Mitarbeiters/Kollegens einen neuen Höhepunkt, sondern erlaubt auch den restlichen Anwesenden vom Demotivations-Kuchen zu naschen. Denn der Vorteil von Profilierung ist, dass diese meist sehr offensichtlich für alle Anwenden ist. Wenn du also so richtig gut in Fahrt bist, dann schaffst du in wenigen Minuten, deine Mannschaft/deine Kollegen und auch die restlichen Anwesenden zu verärgern. Das wird unmittelbar auf das Demotivations-Konto gebucht. Gute Arbeit!

 

Du hast das selber schon einmal in dieser oder einer ähnlichen Art und Weise gemacht, oder bist in den Genuss gekommen, dass dein Vorgesetzter/dein Kollege sich mit deinem Erfolg profiliert hat – dann schreib mir deine Geschichte per Mail oder auf Facebook und bekomme damit die Chance, deine Erlebnisse im nächsten Newsletter als „Demotivations-Beispiel des Monats“ zu lesen. Der Gewinner erhält ein tolles Demotivations-Geschenk.

 

Heimse das Lob für deine Mitarbeiter/Kollegen ein 

Das Profilieren auf Kosten deiner Mitarbeiter oder deiner Kollegen ist zugegebenen Maßen bereits die Königsdisziplin der Demotivation. Für alle Ungeübten kann auch mit der kleinen Schwester, dem „Einheimsen von Lob und Anerkennung“ begonnen werden. Hier geht man nicht aktiv in die Rolle der Profilierung, sondern rutscht meistens während eines Gespräches hinein. Ein Vorgesetzter oder Kollege spricht anerkennend über ein gelungenes Projekt oder über einen tollen Erfolg in deiner Abteilung. Jetzt ist höchste Vorsicht geboten, damit du ja nicht unabsichtlich das Lob an deine Mitarbeiter weitergibst. Damit du so richtig demotivierst, ist es wichtig, die gesamte Anerkennung auszukosten und den Erfolg auf deine Fahnen zu heften.

Wenn du beim Einheimsen schon gut geübt bist und es dir bereits leicht von der Hand geht, dann kannst du versuchen den oben beschriebenen Demotivations-Tipp „Profilierung auf Kosten der Mitarbeiter/Kollegen“ einzubauen und auszuprobieren. Du wirst sehen, wie leicht es dir fällt, kleine Unwahrheiten zu vermitteln bzw. wesentliche Details einfach wegzulassen. Du hast es dir verdient – koste das Gefühl so richtig aus, achte aber darauf, dass deine eigene Motivation nicht auf deine Mitarbeiter abfährt (das wäre natürlich fatal!). Das kannst du ganz einfach vermeiden, in dem du die Auszeichnung an deine Mitarbeiter/Kollegen weiterleitest, aber dabei vor allem deinen Beitrag zum Erfolg hervorhebst. Besonders fein ist es, wenn die Anmerkung subtil und durch die Blume kommt. In etwa so:

Dieses Projekt war mit Abstand das größte, komplexeste, aber auch erfolgreichste Ziel, dass sich unsere Firma bislang zugetraut hat. Der Vorstand hat mir heute mitgeteilt, dass er vom Ergebnis begeistert ist und es einen dicken Bonus dafür geben wird. Selbstverständlich habe ich ihm ausführlich darüber berichtet, wer für diese Leistung verantwortlich ist. [kurze Pause] Denn wir wissen alle, dass wir ohne meine geniale Führung heute nicht erfolgreich dastehen würden.“ 

Könnt ihr beim Lesen fühlen wie sich Spannung aufbaut und dem Mitarbeiter falsche Hoffnungen auf Anerkennung gemacht werden? Es knistert förmlich. Da kann man richtig spüren wie sich die Faust in der Hosentasche ballt, oder auch der Mittelfinger wie ein Reflex nach oben schnellt. Diese Anerkennung hat sich der Chef aber wirklich verdient, denn so ein Verhalten braucht Mut, eine gewaltige Portion Selbstbewusstsein, Ehrgeiz und Geltungstrieb.

Eine interessante zusätzliche Demotivations-Komponente wird im oben angeführten Beispiel angesprochen: Geld?!?

Warum Geld ein ausgezeichneter Demotivations-Faktor ist und wie dieser beruflich wie privat optimal eingesetzt werden kann, erfahrt ihr in einem meiner nächsten Beiträge. In diesem Sinne:

 

Viel Erfolg beim Demotivieren!

 

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